Uckermark - "Blühende Landschaft im Osten"
Der Ort Thomsdorf, Wohnplatz im Ortsteil Funkenhagen, wurde im Jahre 1393 als "Tubenstörpe" erstmals urkundlich erwähnt. Im 9. - 12. Jahrhundert gab es im Raum Thomsdorf eine alt- und jungslawische Siedlung. Thomsdorf und Boisterfelde sind die ältesten Orte im Ortsteil.
Die reizvolle, hügelige Landschaft mit ausgedehnten Wäldern, Seen und Feldern lädt zum Wandern und Verweilen ein. Das Dorf Thomsdorf hat sich zu einem touristischen Anziehungspunkt entwickelt. Idyllisch gelegen ist der Campingplatz am Dreetzsee. Dieser See zeichnet sich durch seinen flachen Strand und eine hervorragende Wasserqualität aus. Thomsdorf liegt 13 Kilometer nordwestlich von Boitzenburg an der Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern mit dem Carwitzer See.
Informationen auf der kommunalen Webpräsenz: Gemeinde Boitzenburger Land/Funkenhagen
Karten- / Satellitenübersicht zum Ort Thomsdorf bei: Google Maps
Die brandenburgischen Markgrafen erwarben 1236 von den Pommern das Land Stargard, zu dem auch Thomsdorf gehörte.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1393 unter dem Namen "Tubenstörpe". Der Ortsname leitet sich vom Namen eines der fünf Besitzer (P. v. Tobensdorf) ab, welche den Ort anteilig besaßen. Die Schreibweise des Dorfnamens änderte sich in der Folgezeit häufig, wie Thobestorp (1401), Tobenstorpe (1420) , Bantztorpe (1424) und Tomestorpe (1454). Ab Mitte des 18. Jahrhunderts wird der heutige Name verwendet.
Thomsdorf, hart an der Grenze zu Mecklenburg gelegen, gehörte von 1420 bis 1539 dem Kloster Boitzenburg. In den folgenden Jahrhunderten bestimmten die von Amims zu Boitzenburg über das Dorf.
Im Jahre 1724 waren in Thomsdorf 122 Einwohner ansässig, darunter 12 Bauern, drei Kossäten, ein Lehnschulze 43 Hauswirte und Frauen, 65 Kinder und 14 Personen Gesinde und Dienstboten.
Anfang des 19. Jahrhundert gab es im Dorf einen sichtbaren wirtschaftlichen Aufschwung. Im Jahre 1861 waren vorhanden: zwei Krämer, ein Gasthof, vier Leineweber, eine Ziegelei, eine Bockwindmühle, ein Bäckermeister, fünf Maurer, drei Zimmerleute, ein Stellmachermeister, ein Sattlermeister, zwei Schneidermeister, zwei Tischlermeister und ein Böttchcrmeister. Quellenangabe: Faltblatt zur "Gemeinde Funkenhagen" vom Fremdenverein Templin e.V. (1996)
Nördlich der Dorfstraße, etwas erhöht in mitten des Friedhofes liegt die zum Pfarrsprengel Boitzenburg gehörende mittelalterliche alte Wehrkirche. Es ist ein rechteckiger Feldsteinbau mit querrechteckigem Westturm aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Mehr Fotos und Info unter: Kirche Thomsdorf auf www.uckermark-kirchen.de
Gegenüber der Kirche Steht in Thomsdorf ein Denkmal für die Gefallenen der Weltkriege.