Uckermark - "Blühende Landschaft im Osten"
Boitzenburg, der größte Ortsteil der Gemeinde und Sitz der Gemeindeverwaltung, liegt auf halbem Weg zwischen den Städten Templin und Prenzlau. Zum Ortsteil gehört auch die Siedlung: Zerwelin. Die erste urkundliche Erwähnung des Klosters Boyceneburg stammt aus dem Jahre 1271. In ihr wird die Schenkung der Mühle und 10 Hufen Land durch die Markgrafen Johann II., Otto IV. und Conrad an das "Claustro Boyceneburg" bestätigt.
Jahrhunderte alte Kastanienalleen führen zum 1276 erstmals als Burganlage erwähnten Renaissanceschloß, das bis 1945 Stammsitz derer von Arnim-Boitzenburg war und vom Lenne-Park umsäumt wird. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen auch die Ruine des Zisterziensernonnenklosters und die dazugehörige Klostermühle, in der sich heute ein Museum befindet.
Informationen auf der kommunalen Webpräsenz: Gemeinde Boitzenburger Land/Boitzenburg
Karten- / Satellitenübersicht zum Ortsteil Boitzenburg bei: Google Maps
An markanter Stelle, auf dem zentral im Ort gelegenen "Kirchberg" errichtet, ist die Boitzenburger Kirche mit ihrem 47 m hohen Turm schon von weitem zu sehen. Von oben betrachtet sehen wir auf eine Kreuzkirche. In der Kirche treffen wir aber auf keine Kreuzform, sondern auf vier voneinander getrennte Räumlichkeiten. Das zeigt an, die Kirche hat eine lange Baugeschichte. Im Zentrum steht natürlich das Kirchenschiff (im Ursprung aus der 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts).
Mehr Fotos und Info unter: Kirche Boitzenburg auf www.uckermark-kirchen.de
Das auf einer Insel gelegene Schloss Boitzenburg ist ein sehenswerter Renaissancebau mit vielen Erneuerungen. Erstmals 1276 als Burganlage erwähnt wurde der Besitz durch das alte märkische Adelsgeschlecht von Arnim im Tausch gegen das Schloss Zehdenick erworben.
Weitere externe Info zum Schloss Boitzenburg unter: www.schloss-boitzenburg.de
Klostermühle Boitzenburg, Mühlenweg 5, 17268 Boitzenburger Land - Tel.: 039889 236
Die Klostermühle (Wassermühle) wurde 1271 erstmals im erwähnt. Der derzeitige Bau wurde um 1671 errichtet. 1978 wurde in der bis dahin noch gewerblich genutzten Mühle ein Museum eingerichtet. Heute steht der gesamte Mühlenkomplex in der Denkmalliste. In dem ehemaligen Stallgebäude, neben dem Mühlengebäude, befindet sich das Wirtshaus "Zur Klostermühle".
Weitere Informationen zur Klostermühle Boitzenburg unter: www.klostermuehle-boitzenburg.de
Informationen zum Wirtshaus Klostermühle Boitzenburg unter: www.zur-klostermuehle.de
Die Fertigstellung des Zisterzienser Nonnenklosters Boitzenburg durch Choriner Bauleute erfolgte im Jahre 1289. Stifter des Klosters waren die Markgrafen Johann II., Otto IV. und Conrad, nachgewiesen durch die Schenkungsurkunde vom 25. Juli 1271 an das »claustro Boyceneburch«, mit der sie dem Kloster die Mühle, 10 Hufen und das Patronatsrecht in Boitzenburg, Crewitz, Claushagen und Hardenbeck übereigneten.
Die Nonnen waren meistens unverheiratete Töchter aus adligen Familien. Sie beschäftigten sich hauptsächlich mit der Heilkunde, der Krankenpflege und der Mädchenerziehung. Täglich hielten sie 7 Andachten. Die Ordenstracht bestand aus schwarzen Schleiern oder Kapuzen über weißen Kutten. Dem Kloster stand eine vom Konvent auf Lebenszeit gewählte, vom Bischof der Diözese oder direkt durch den Papst bestätigte Äbtissin vor. Sie übte niedere oder höhere Gerichtsgewalt (Blutgericht) aus, setzte Pfarrer und Schulzen in den Dörfern ein.
Strikte Einfachheit galten für Kloster und Klosterkirche, insbesondere in der Architektur. Charakteristisch für die Zisterzienserarchitektur waren die formalen Behandlungen der Chöre, das Fehlen von Krypten und Türmen sowie eine sparsame Verwendung von Schmuck- elementen. Die Zisterzienserarchitektur hat die Entwicklung der Kirchenbaukunst in Deutschland nicht unwesentlich beeinflußt. Mit der erfolgten Säkularisierung (Verweltlichung) am 27. Februar 1538 ging der Besitz des Klosters an den Landesherren über.
Die Klosterkirche wurde warscheinlich noch einige Zeit für Gottesdienste von den Dorfbewohnern, die übrigen Teile der Anlage von der Familie von Arnim als Wohnsitz genutzt. Im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges wurde das gesamte Kloster zerstört und von den Bewohnern der umliegenden Dörfer abgetragen und als Baumaterial verwendet. Datenquelle: Hinweistafel zum Klosterruine bei der Ruine/Klostermühle Boitzenburg.
Durch den im Dezember 2004 gegründeten Förderverein "Theater zur Klosterruine Boitzenburg e.V." wird diese historische Stätte in den Sommermonaten durch Natur- Theateraufführungen wieder belebt. www.theater-klosterruine.de