Uckermark - Fotos und Informationen

Uckermark - "Blühende Landschaft im Osten"

Poratz - Gemeinde Temmen-Ringenwalde

Der Ort Poratz, Gemeindeteil der Gemeinde Temmen-Ringenwalde, wurde 1375 im Landbuch der Mark Brandenburg erstmals urkundlich erwähnt. Das Dorf Poratz geht in seinen Ursprüngen bis in das 11. Jahrhundert auf eine slawische Siedlung zurück. Bis 1540 war Poratz eine wüste Feldmark, bedingt durch die spätmittelalterliche Agrarkrise und durch Pestwellen. Unter der Herrschaft Henning und Otto v. Ahlimb (1375-1872) entwickelte sich das Anwesen zu einem Vorwerk mit Schaf- und Rinderzucht (16.-17. Jh.).

Im 18. Jahrhundert wurde Poratz unter Friedrich dem Großen als Kolonistendorf mit 20 Hofstellen wieder lebendig. Schon im 18. Jh. war Poratz ein typisches Köhlerdorf. Viele der noch vorhandenen Fachwerkhäuser gehen auf diese Zeit zurück. Auf Grund der umfangreichen Wälder in der Umgebung wohnten hier hauptsächlich Köhler, die als Nebenerwerbsbauern kleine Höfe zur Selbstversorgung betrieben. Noch bis zum 1. Weltkrieg wurde die Kohlenschwelerei betrieben.

Informationen auf der kommunalen Webpräsenz: Amt Gerswalde/Temmen-Ringenwalde

Karten- / Satellitenübersicht zum Ort Poratz bei: Google Maps

Poratz - Fachwerkhäuser

Fachwerkhaus Fachwerkhaus

Die Kolonistenhäuser wurden auf schmalen, handtuchartigen Grundstücken entlang der Dorfstraße angeordnet. Die Gebäude wurden in Fachwerkbauweise mit Lehmfachung zum Teil auf Feldsteinsockel errichtet. Einige Häuser aus der Zeit vom 18. Jahrhundert haben sich bis heute kaum verändert. Merkmale der Bauweise wie Querteilung, Eingeschossigkeit, Schlichtheit des Fachwerks und Verwendung minderwertigen Holzes, aus der friderizianischen Zeit, sind auch in Poratz wiederzufinden.

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